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Die unumstößliche Tatsache auf dem Börsenmarkt ist leider – es gibt kein garantiertes Erfolgsrezept für das Anlegen von Aktien und Wertpapieren. Trotzdem kann das Beachten gewisser Grundregeln sehr hilfreich und gewinnbringend sein.
Das Depot sollte mindestens zehn bis fünfzehn verschiedene Aktien aufweisen. Das ist zwar nicht von Beginn an zu realisieren, sollte aber das Anlageziel sein. Der Grund dafür ist schlichtweg die Risikostreuung.
Wenn eine Aktie mal nicht so wie geplant läuft nutzt es nichts, gleich „kalte Füße“ zu bekommen und sie zu verkaufen, solange man davon überzeugt ist, dass es immer noch die beste Aktie ist. Ein zu früher Verkauf ist ärgerlich.
Der dritte Schwerpunkt beschäftigt sich deshalb im Anschluss gleich mit der tatsächlichen Verlustbegrenzung. Bei einem Verlust von 30 % ist äußerste Vorsicht geboten. Nun sollte man rechtzeitig aussteigen statt die Hoffnung auf einen erneuten Anstieg zu setzen. Money Management ist ein hervorragender Weg, seine Verluste schon im Voraus zu begrenzen.
In Deutschland betrug bisher die Spekulationsfrist an der Börse zwölf Monate. Im Klartext bedeutet das, wenn zwischen Kauf und Verkauf einer Aktie mehr als zwölf Monate lagen, ist der erzielte Gewinn steuerfrei. Wurde die Aktie vor Ablauf der Zwölfmonatsfrist verkauft, war der Gewinn steuerpflichtig. Ab dem Jahr 2009 gelten hierfür allerdings andere Regelungen. Die Spekulationsfrist ist weggefallen, auch längerfristige Anlagen sind nun steuerpflichtig. Trotzdem sollte man seine Anlagen langfristig planen.
Tägliche oder mindestens wöchentliche Börsenkontrollen sind unbedingt notwendig. Nur so kann man wissen was im eigenen Depot oder an den weltweiten Börsen vor sich geht und bei Bedarf schnell handeln. Das so genannte Spekulationsgeld, das an der Börse arbeiten soll, muss definitiv übrig sein. Es wäre wenig sinnvoll, wenn dieses Geld plötzlich für eine Anschaffung gebraucht würde.
Bei Aktienkäufen ist nur das Beste gut genug. Es gibt immer eine Alternative, der Brachenführer macht es möglich. So hat man die Möglichkeit und genügend Spielraum auf Konkurrenz zu reagieren.
Sicher ist nichts daran verkehrt, sich gut gemeinte Empfehlungen anzuhören aber die persönliche Kontrolle ist mit guten Ratschlägen nun mal nicht zu ersetzen. Hier geht es um das eigene, sauer verdiente Geld.
Ein sehr wichtiger Grundsatz ganz besonders auf dem Aktienmarkt ist – „kaufe nichts was du nicht kennst“. Vor jeder Investition sollte man sich im eigenen Interesse immer genauestens informieren und herausfinden, was sich hinter einer neuen Aktie verbirgt. Wichtig ist hier, dass die Kurse leicht verfolgbar sind. Ein anderes wichtiges Kriterium ist die Frage: Wie leicht kommt man an die Information? Hände weg von undurchsichtigen Aktien!
Ein altes Sprichwort sagt: „Hin und her macht Taschen leer“. Das ist auch an der Börse so. Man muss nicht auf jede Nachricht gleich mit Käufen oder Verkäufen reagieren. Die richtigen Aktien brauchen keine häufigen Transaktionen. Langfristige Planung zahlt sich immer aus. Sogar die Statistik beweist – nur 3 % der Day-Trader machen wirklich langfristige Gewinne.
Für Aktieninvestments gilt: Kaufe niemals Aktien auf Kredit. Auch wenn die Finanzierung durch einen Ratenkredit Vergleichsweise einfach erscheint und das schnelle Geld verspricht, das Risiko steigt exponentiell an. Im Falle eines Totalverlustes hat man dann nicht nur 100% verloren, sondern sich sogar verschuldet. Deshalb sollte an der Börse immer nur das Geld investiert werden, das man wirklich übrig hat.